Das Systemische Konsensprinzip – neue Grafik

Im Rahmen unserer CoCreActive Initiative formulieren wir immer wieder neu, was die Vorteile einer gemeinsamen Vorschlags- und Entscheidungsfindung mit systemischem Konsensieren sind. Dazu entstehen dann neue klare Grafiken.

Hier die Neuste von Bernd Bötel:

Das systemische Konsensprinzip

 

Auf der linken Seite wird erklärt, worin die Vorteile des systemischen Konsensprinzips gegenüber der Mehrheitswahl besteht: Um eine Mehrheit zu erreichen wird gerne polarisiert, denn jeder neue Vorschlag „schwächt“ die Chancen dass der eigene eine Mehrheit bekommt. Und so können kleinere Fraktionen (blau) eine Mehrheit dominieren, wenn sie sich nicht einigt. Wir hätten gerne Lösungen die alle mitnehmen, also ein Bild wie unten entsteht, dass die Bedürfnisse aller enthalten kann.

Das Gleiche gilt übrigens für die soziokratische Konsent-Moderation – hier wollen wir ja auch einen Vorschlag, gegen den niemand einen schwerwiegenden Einwand hat.

In der Mitte ist skizziert, dass beim systemischen Konsensprinzip jeder Vorschläge machen kann und jeder gleichwertig alle Vorschläge bewertet – nämlich mit Widerstandspunkten statt mit Zustimmung. Bei Werten von 0 bis 10 geht das super mit den beiden Händen. Bei einfachen Fragestellungen kann man Schritt 4 und 5 überspringen. Bei komplexen Themen oder wenn hoher Widerstand kommt, kann man in die „kreative“ Phase des systemischen Konsensierens eintreten: mit den beiden Fragen und einer Haltung des Zuhören und verstehen wollens, können Vorschläge noch so abgeändert werden, dass sie weniger Widerstand erzeugen. Dann war die erste Abstimmung ein Stimmungsbild und es wird dann nach mit den neuen verfeinerten Vorschlägen noch mal konsensiert.

Auf der rechten Seite ist ein Beispiel einer Konsensierung aus dem realen Leben, passend zur ersten Grafik links oben. Dort haben die Vorschläge V1 und V2 relative Mehrheiten. Misst man den Widerstand, stellt man fest dass diese beiden Vorschläge auch den höchsten Widerstand (rot) haben. Die höchste Zustimmung (gelb) haben andere Lösungen. Mehr Details zu diesem Beispiel sind auf der Seite systemisches Konsensieren zu lesen.

 

CoCreActive ist eine Anwendung und Erweiterung des Systemischen Konsensprinzips auch in Richtung Verknüpfung von Online und Offline.

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Über Jürgen Olbricht

Jürgen Olbricht – kreativer Entwickler, Moderator und Projektbegleiter. Entwickler: 25 Jahre Software- und Produktentwicklung, jetzt mehr Team-Entwicklung und Selbst-Entwicklung. Moderator und Projektbegleiter: Erfahrung mit wertschätzender Kommunikation, Achtsamkeit mit mir selbst und mit anderen, Moderator für soziokratische Gesprächsführung, Fan von Führen aus der Zukunft (Theorie U), gemeinsam entscheiden und Vorschläge entwickeln, Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Schon immer kreativ: Musik, Fotografie, und vor allem: neue Zusammenhänge entdecken, neue Ideen entwickeln, neue Wege gehen.