Konsent-Moderation

Konsent-Moderation

Was ist ein Konsent?

Konsent heisst, dass keiner in der Gruppe einen schwerwiegenden Einwand im Sinn des Ziels hat. Das Ziel ist das gemeinsame Ziel der Gruppe oder das was heute auf der Tagesordnung steht.

Ein schwerwiegender Einwand heisst, die Person glaubt dass die Gruppe so das Ziel nicht erreichen kann. Das ist eine wichtige Information. Deswegen versucht man beim Konsent nicht den Einwand zu widerlegen sondern eine Lösung zu suchen die den Einwand integriert. Wie geht das? Indem alle überlegen, wie sie die Lösung besser machen können.  Eine mögliche Variante ist, die Lösung erst mal auszuprobieren und nach einer gewissen Zeit zu überprüfen, wie gut der Plan funktioniert.

Wie läuft die Konsent-Moderation ab?

Konsent-Moderation

ModeratorIn und Kreisleitung haben ein Ziel und eine Agenda vorbereitet. Zu jedem Tagesordnungspunkt gibt es erst eine Informationsrunde, in der eine Person den Sachverhalt erläutert. Dann wird in einer oder mehreren Runden nachgefragt, so dass sich alle ein gutes Bild machen können.

Meinungen kommen erst in der nächsten Runde. Die Meinungen werden angehört, und erst wenn die Runde um ist, kommen dazu Anmerkungen. Andererseits darf man auch seine Meinung ändern, wenn man etwas hört was einem nicht bewusst war oder es anders bewertet hat.

Der/die ModerationIn sorgt für die Einhaltung des Prozesses und hat die Zeit im Blick. Er/sie hält die Meinungen für alle sichtbar fest. Aus den Meinungen formuliert er/sie dann einen Vorschlag und stellt diesen zum Konsent, frägt also ab ob es schwerwiegende Einwände gibt. Wenn ja, geht es zurück in die Meinungsänderungsrunde, aus der ein neuer Vorschlag formuliert wird. Wenn nein, gibt es einen Konsent.

Bei guter Vorbereitung kann eine Entscheidung mit Informationsrunde, Meinungsrunden und Vorschlägen in 30 Minuten erfolgen, und gleichzeitig alle gehört werden, alle schwerwiegenden Bedenken bedacht werden, und das Wissen und die Erfahrung eingebracht werden. Die Entscheidung hat gute Chancen umgesetzt zu werden, da alle Beteiligten abgewogen haben, ob sie die Lösung mit tragen oder nicht.